die andere seite von gjumri

trotz unzähligen baustellen (eigentlich eine einzige baustelle mit kurzen unterbrüchen) versprüht die altstadt charme. gjumri kann aber auch anders, und wie! einige meter von der city hall entfernt ist von glanz und gloria nichts mehr zu sehen. wer sich die mühe macht, die 15 minuten bis zum nördlichen stadtrand zurückzulegen, fühlt sich an mad max erinnert. nach dem erdbeben von 1988 bauten die russen etwas ausserhalb der stadt systemhäuser, um den vielen obdachlosen ein neues heim bieten zu können. das war wenigstens der plan...beim zusammenbruch der sowjetunion drei jahre später liessen sie den bickel fallen und gingen nach hause. die häuser stehen heute noch halbfertig in der landschaft. bewohnt sind sie zum teil trotzdem.